
Ein Duell der Center
Die Partie beginnt auf Augenhöhe, über 8 Minuten sind die 49ers bis auf einen Punkt dran, doch zum Schluss macht sich die fehlende Konsequenz der 49ers beim Offensiv Rebound bemerkbar. Eine Bilanz von 8 zu 1 für Bernau bedeutet: Die Gäste haben deutlich mehr Abschlüsse und werden somit selbst mit einer schlechteren Quote aus dem Feld mehr Punkte auf das Scoreboard bringen können. Zudem kommen 6 ihrer Punkte direkt durch ihre Offensivrebounds. Um dies auszugleichen, müssten die 49ers deutlich effizienter als ihre Gegner werfen, was trotz einer schlechten Quote aus dem Feld der Bernauer nicht gelingt.
Zu viel Druck
Der zweite Abschnitt zeigt keine Besserung dieser Problematik, die 49ers treffen zwar deutlich besser unterm Korb, dafür aber schlechter hinter der 3er Linie. Ebenso lassen sie zwar weniger Offensivrebounds zu, aber dennoch mehr, als sie selbst erkämpfen können. Mit dem Druck, das Defizit des vorherigen Viertels auszugleichen, schleichen sich mehr und mehr Fehler bei der Ballführung und den Passentscheidungen ein. Mit 11 Ballverlusten kommen auch viele Fastbreaks für Bernau einher, welche sie direkt in ganze 8 Punkte verwerten können. Auffallend ist, dass Bernau fast alle ihre Punkte in der Zone entweder aus zweiten Chancen nach einem Offensiv Rebound oder im Fastbreak erzielt, dies zeigt, dass das Spiel ohne diese Fehler höchstwahrscheinlich ausgeglichen sein würde. Es gibt also klare Ziele für die zweite Halbzeit, welche einen 16 Punkte Abstand vererbt bekommt.
49er justieren, das Aufholen bleibt aus
Das dritte Viertel bringt diese Anpassungen mit sich, es wird besser mit dem Ball umgegangen und die Offensiv Rebounds wurden ebenfalls in den Griff bekommen. Doch reichen tut dies nicht, um die große Führung der Bernauer zu beeinflussen. Es fehlt die Effizienz hinter der 3er Linie. 60 % der 49ers Abschlüsse werden von hinter der 3er Linie genommen, eine ungewöhnlich hohe Zahl, welche vor allem durch die Größen-Präsenz der Gäste auf den Positionen 4 und 5 zurückzuführen ist, welche den Abschluss am Korb erschweren. Wenn nun gezwungenermaßen die Mehrheit der Abschlüsse hinter der 3er Linie genommen werden, ist man sehr anfällig, durch eine schlechte Phase ins Stocken zu geraten. Genau dies wird den 49ers zum Verhängnis, nur 2 aus 10 Versuchen fallen durchs Netz.
Offensives Feuerwerk in der Schlussphase
Im Schlussabschnitt verbessert sich dies etwas, und die Offensive entfaltet sich durch aggressivere Züge zum Korb deutlich besser, doch dies tut ebenso die Bernauer Offensive, vor allem im 1 gegen 1 und im Pick&Roll erreichen sie viele einfache Abschlüsse. Angeführt von Anthony Watkins mit 12 Punkten legen sie so ihr stärkstes Viertel auf, was den 49ers, selbst durch ihr ebenso bestes Viertel, keine Chance gibt, in Schlagdistanz zu gelangen.
So endet die Saison der 49ers mit einer 81:99 Niederlage vor heimischen Publikum mit einer ungewissen Zukunft in der 1. Regionalliga. Die Bernauer können hingegen mit viel Selbstvertrauen in die Playoffs gehen.